Peter Schneider

Gitarren, Talkbox

1960 Peter Schneider wird in München geboren. Nach ersten Gehversuchen auf Münchner Bühnen reist Peter Schneider 1979 mit seinem damaligen Duopartner Harry Singer nach Süd-Amerika. Neben Gig`s in Bars und Hotels spielen sie auch mit der legendären peruanischen Band 'Reencuentro' .

Peter Schneider Danach beginnt Peter an der Musikhochschule von Porto Alegre (Brasilien) Gitarre zu studieren und später treiben sich Schneider und Singer noch einige Zeit in New York herum.

1981 kommt Schneider zurück nach München und gründet mit amerikanischen und deutschen Musikern die Reggae-Funk Formation Strange Fruit. Zur selben Zeit beginnt er mit Willy Michl zu spielen.

1985 bringt Peter sein erstes Solo-Album „Midnight Blues” heraus und spielt auf Platten von Westernhagen, Wecker und vielen anderen. 1989 macht er mit Hans Söllner die Platte „Bayerman Vibration“. Die Platte schlägt ein wie eine Bombe und daraus entsteht eine neue Band. Bayerman Vibration spielt 5 Jahre lang auf allen großen Deutschen und Östereichischen Reggae-Festivals.

Zur selben Zeit veröffentlicht Schneider weitere Soloalben und gründet 1990 die Peter Schneider Bluesband. Zwei Alben und 6 Jahre lang macht die Band die deutschen Clubs unsicher. Höhepunkte waren Auftritte bei der Fernsehshow „Live aus dem Alabama“ und eine AZ-Rose für ein Gastspiel im Münchner Nachtwerk. 1996 verließ Schneider Europa erneut, um in Kalifornien neue Inspirationen zu suchen. Bereits nach 3 Monaten in San Diego holt ihn Ike Turner in seine Band.

1997 tourt Schneider mit dem kalifornischen Organisten George Semper durch England und die Band nimmt in San Diego das Album „Fever“ auf. Anschließend kommt er nach München zurück und beginnt Gigs mit dem Pianisten Ludwig Seuss zu spielen.

1999 gründet Schneider die Stimulators Gleich die erste CD „Voodoo Swing“ wird SZ- Tipp der Woche. Im selben Jahr holt der Berliner Schlagzeuger Michael Maass Schneider zu seiner Konzertreihe „Boogie Session“, um den englischen Bluessänger und Pianisten Steve Clayton zu begleiten. Daraus entsteht die Formation Steve Clayton & the Boogie Circus. Drei Jahre gibt das Quartett Konzerte in England, Frankreich, Polen, Tschechien, der Schweiz und natürlich in Deutschland.

2002 arbeitet Peter Schneider an der 3. CD der Stimulators. „Pirate Music“ erscheint im Herbst. Das Playboy Magazin titelt: Die Musik der Stimulators ist wie Cabriofahren an der Copacabana.

2003 Das Management von James Brown hört die „Pirate Music“-CD und ist so begeistert, dass sie die Band als Opening Act für James Brown nach Amsterdam und Köln holt.

2004 die 4. CD „Live & Direct“ erscheint und die Stims werden erneut eingeladen, mit James Brown auf Deutschland Tour zu gehen. Phänomenale Kritiken und die Stims-Songs die auf ausländischen Labels veröffentlicht werden. erweitern den Fankreis der Band.

2005 Die 1. Stims-DVD kommt auf den Markt. Die fünfte CD „Spin“ erscheint im Oktober und die Stims haben ihre 1. Italien-Tour hinter sich und sind für das Jahr 2006 so gut gebucht wie noch nie.

2006 Die Stimulators spielen in Amerika und arbeiten an ihrer bisher größten Produktion. „Style“ ist eine CD & DVD mit neuen Songs auf einer Studio CD und einem 80 Minuten Konzert- und Road -Film, gedreht in USA, im Münchner Schlachthof und im Salem Studio.

2007: „Style“ erscheint und wird CD Tipp der Monats März bei Bayern2 Radio-Weltempfänger. Die Band gibt in diesem Jahr fast 100 Konzerte in Deutschland, Österreich, Holland und Amerika.

2008: Peter und die Band arbeiten an neuen Songs für ein neues Album, das 2009 zum 10jährigen Bandjubiläum erscheinen soll und spielen viele öffentliche und private Konzerte. Im Herbst erscheint das Debut-Album von Blueswurz.. Stims-Schlagzeuger und -Sänger Oskar Pöhnl schreibt zusammen mit Peter Schneider Bluessongs und Balladen mit bayrischen Texten.

2009 gibt es neben vielen Konzerten der Stimulators in ganz Deutschland auch die ersten Blueswurz-Konzerte in Bayern.

Peter Schneider ist viel im Studio, um mit Florian Sagner das neue Stims-Album zu mischen. „Loaded“, das magische 7. Album der Stims erscheint im Herbst. Neben den bewährten Stimulators-Zutaten, gibt es dieses mal auch einige Gäste zum zehnjährigen Bandjubiläum.

Oliver Stephan

Lead Vocals, Gitarren

Seine Kindheit verbrachte der am 16. November 1953 in München geborene Sänger und Gitarrist Oliver Stephan überwiegend in Nigeria und Äthiopien (der Vater war damals Afrika-Korrespondent der ARD, die Mutter Photographin).

Mit 13 erhielt Oliver seinen ersten Gitarrenunterricht bei einem nigerianischen High Life-Musiker an der International School Ibadan, und zwar auf einer Gretsch White Falcon mit unmöglich fetten Flatwound-Saiten.

Oliver Stephan1967, während des Biafra-Kriegs, zog Oliver mit seinen Eltern zurück nach Europa und ging mit einigen Schulkameraden aus Nigeria auf ein Internat im englischen Sevenoaks, wo er in Schülerbands Gitarre spielte (eine ’64er Framus 5/168-54 Strato de Luxe), Bass (einen ’64er Framus 5/156-52 Star Bass) und Altsaxofon (Selmer).

Nach dem Abitur machte er ein Praktikum in einem Münchener Kunstauktionshaus und gründete mit einigen Freunden 1971 die Band Lukas, die sich nach einem katastrophalen Gig als Support für Subject Esquire im Münchener Bürgerbräukeller auflöste - die bayerischen Freaks waren wohl noch nicht bereit für eine Combo, die MC5-mäßige Powerchords und Chuck-Berry-Riffs mit Sibelius-Zitaten verband und dabei keine Anstalten machte, in ihren Texten die Beziehung des I-Ging zum kartesischen Dualismus der postmarxistischen Gesellschaftskritik zu thematisieren.

Es folgte ein dreijähriges Studium der Kunstgeschichte in England (University of East Anglia, Norwich) , wo Oliver in diversen R&B- bzw. Mittelalter- und Folkrock-Bands wie den Leroy Avenue Jive Cats und Avalon tätig war (1971er Hoyer Flying V, portugiesische Akustik- und japanische Elektro-Mandoline).

Nach Abschluss des Studiums ging er 1975 zurück nach Deutschland, wo er sein Brot als Antiquar und Übersetzer von Belletristik und Sachbüchern verdiente und den Anschluss an die mittlerweile etwas tolerantere Krautrockszene fand.

1977 unternahm Oliver eine ausgedehnte Karibik- und Amerikareise, die ihn unter anderem in Jamaika an die Originalschauplätze von „The Harder They Come“ führte, in Mexico City in die Mariachi- und Norteño-Bars an der Plaza Garibaldi und in New York ins Chelsea Hotel und ins CBGB’s, wo er Richard Hell, Blondie, Television, die Ramones etc. erlebte. Zurück in München war er 1978 dann Mitbegründer der Nighthawks, Deutschlands erster Ska-Band, die mehrere Singles (z. B. Belle Blue, Shanty Town) und ein Album (Skank It Up) in die Charts bringen konnte und im Laufe von vier Jahren fast 300 Gigs und zahlreiche Fernsehauftritte absolvierte, u. a. mit den Clash, Bob Marley, Devo, Eric Burdon, Inner Circle und den Specials.

1982 lösten sich die Nighthawks nach diversen Querelen und Umbesetzungen auf. Im Jahr darauf gründete Oliver mit anderen Rumba-, Soukous- und Juju-begeisterten Musikern aus Deutschland, den USA und der Türkei Safari No Go!, eine afrokubanische New Wave-Big Band mit dem New Yorker Model Emily Woods als Frontfrau. Hier durfte sich Oliver bei einigen Songs auch am Vibraphon versuchen. In London produzierte 1983 der Ian Dury-Konzertmeister Chaz Jankel eine Maxi-Single mit der Band, die sich trotz großem Medienhype enttäuschend verkaufte. Bald darauf löste sich auch diese Formation auf. Mit einigen anderen Münchener Musikern und der amerikanischen Sängerin Helena Springs (Bob Dylan, David Bowie) ging Oliver dann ein Simple-Minds-gefärbtes Bombast-Rock-Projekt ohne Namen an, dem jedoch auch kein kommerzieller Erfolg beschieden war.

Es folgte 1985/86 ein Elektro-Roots-Dub-Dancehall-Projekt mit der Münchener Gruppe Ground Sound Players, aus deren Trümmern dann u. a. die Freaky Fukin’ Weirdoz hervorgingen, auf deren Debut-LP Oliver mit einer Komposition vertreten ist, und Weirdelic Sound. Von den Ground Sound Players selbst sind zahlreiche äußerst seltsame Live- und Studio-Aufnahmen erhalten, die so klingen, als wären Lee Perry und Adrian Sherwood auf Captain Beefheart getroffen, und nach denen sich Ethnomusikologen in kommenden Jahrzehnten die Finger abschlecken werden.

Nach einem einige Jahre dauernden Rückzug aus dem aktiven Musikgeschäft, während dem Oliver mit seinem Vater Klaus Stephan ein afrikanisches Musical für den NDR schrieb, erfolgte 1989 im Zuge des zweiten Ska-Revivals die Neugründung der Nighthawks mit einem Teil der Originalbesetzung plus Latin Percussion, vier Bläsern und Keyboards. Ein Album, „Mambo Ska“, u. a. mit César Granados an den Timbales und Ludwig Seuss an den Keyboards, wurde in MC-Form herausgebracht. Nach Auflösung dieses wieder einmal zu teuren Bandprojekts machte Oliver einige Gastauftritte auf diversen Alben von Ludwig Seuss, ehe er 1996 als Sänger, Gitarrist und Rubboard-Spieler fest in die Ludwig Seuss Band einstieg, in der er auch nach der 1998 erfolgten Geburt der Stimulators bis 1999 mitwirkte.

Wenn er nicht gerade Megahits schreibt oder seine Gitarren malträtiert (’77er Fender Stratocaster, ’78er Gretsch Country Club, Yamaha Pacifica 303-12, Danelectro U2-56, Epiphone Korina Explorer, Raimundo y Aparicio RT 110 u. a.), begutachtet Oliver nach wie vor alte Bücher und Bilder, schreibt Übersetzungen, widmet sich mit seiner dem Journalisten-Handwerk nachgehenden und ebenfalls musizierenden Frau Monika der Pflege altbayerischen und neapolitanischen Liedgutes und lässt sich von seinem Sohn Emanuel (Bassist der Hardcore-Combo Killed By Death) über Dinge am Laufenden halten, die er sonst nicht ohne weiteres checken würde.